Applikationsbericht

Analyse des Flammschutzmittels HBCD in expandiertem Polystyrol (EPS) mithilfe der Röntgenfluoreszenz-Analyse (RFA)

Hexabromcyclododecan (HBCD, auch HBCCD) ist ein additives Flammschutzmittel auf der Basis von Brom, das vor allem in Polystyrol-Dämmstoffen („Expanded Polystyrene / EPS“) eingesetzt wurde, um es schwer entflammbar zu machen. Im Jahr 2013 wurde HBCD von der internationalen Stockholm-Konvention als in der Umwelt schwer abbaubarer, organischer Schadstoff deklariert. Hieraus folgte ein weltweites Herstellungs-, Handels- und Verwendungsverbot.

In Deutschland gelten HBCD-haltige Polystyrol-Dämmstoffe nach einer Änderung der Abfallverordnung vom Herbst 2016 als gefährlicher Abfall und dürfen ohne entsprechende Genehmigungen nicht mehr in Müllverbrennungsanlagen entsorgt werden. Erlaubt ist hier eine maximale Konzentration von 1.000 mg/kg.

Dieser Bericht beschreibt die Analyse von zu entsorgendem EPS-Material mithilfe der energiedispersiven Röntgenfluoreszenzspektrometrie im Hinblick auf einen kritischen HBCD-Gehalt.

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